Gesetzliche Änderungen 2018 im Bereich Kinderbetreuung

Zum Jahresbeginn gibt es einige gesetzliche Änderungen in den Bereichen Kinderfreibetrag, Kindergeld, Mutterschutz und Unterhalsvorschuss.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag erhöht sich zum 1. Januar 2018 um 72 Euro auf 4.788 Euro. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs-, oder Ausbildungsbedarf beträgt weiterhin 2.640 Euro.

Das Finanzamt prüft bei der Einkommenssteuerveranlagung automatisch, ob für die Eltern die steuerlichen Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger ist.

Kindergeld

Das Kindergeld wurde erhöht. Ab Januar 2018 gilt:

  • 1. und 2. Kind              194 Euro monatlich,
  • 3. Kind                         200 Euro monatlich,
  • 4. und weiteres Kind 225 Euro monatlich.

Kindergeld gibt es grundsätzlich für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr, für Kinder, die sich in der Ausbildung befinden bis zum 25. Lebensjahr und für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr.

Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz, mit einer Schutzfrist von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt des Kindes, gilt nun auch für Schülerinnen und Studentinnen. Sie sind in dieser Zeit von Pflichtveranstaltungen befreit.

Für Frauen, die ein Kind mit Behinderung zur Welt bringen, erhöht sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt auf zwölf Wochen und für Frauen, die nach der zwölften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleben, gilt ab jetzt ein Kündigungsschutz von 4 Monaten.

Zur Verbesserung des Arbeitsschutzes müssen Arbeitgeber nun für jeden Arbeitsplatz eine anlassunabhängige Gefährdungsbeurteilung vornehmen. Jeder Arbeitsplatz soll daraufhin überprüft werden, ob besondere Schutzbedürfnisse für schwangere oder stillende Frauen bestehen. Zusätzlich sind vertiefte Gefährdungsbeurteilungen für den individuellen Arbeitsplatz der betreffenden Mitarbeiterin vorschrieben. Für werdende Mütter, die Arbeiten in einem vorgegebenen Zeittempo erledigen, besteht zukünftig ein allgemeines Beschäftigungsverbot.

Die Regelungen zum Verbot zur Nacht- und Sonntagsarbeit werden jetzt branchenunabhängig gefasst. Für die Arbeit nach 20 Uhr und bis 22 Uhr wird ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt.

Die Regelungen zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen für schwangere und stillende Frauen werden klarer und verständlicher, sie erhalten mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung der Arbeitszeit. Außerdem bekommen Arbeitgeber durch einen neuen Ausschuss für Mutterschutz praxisnahe Empfehlungen zur Umsetzung des Mutterschutzes.

Unterhalsvorschuss

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder. Ab Januar 2018 gilt:

  • für Kinder bis 5 Jahren                    154 Euro monatlich,
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren        205 Euro monatlich,
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren     273 Euro monatlich.

Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt.